Naja, so ganz stimmt das ja nicht. Ich bin immer noch ein bisschen wie im yoga camp,eigentlich sogar besser. Ich entscheide wann ich zum Yoga gehe,welche lehrer ich will und was ich nachm yoga so mache. Das schoene hier ist, dass viele von meinen gleichgesinnten auch ihre erste klasse hier in Mexico city unetrrichten und so teilen wir alle unsere neuen erfahrungen ausserhalb der hoelle auch weiterhin. Nur das in meiner ersten klasse keine bekannten gesichter waren, da die meisten am montag morgen noch nicht in mexico waren oder noch keine ambitionen zum yoga hatten. Und so stand ich da, in meinem super neuen Yogakostuem und diesem mittlerweile nicht mehr ganz so komischwirkendem Headset aufdem podest und vor mir 20mexikanische mamas und papas, nicht die besten schueler,muss ich sagen. Ich hab einen kleinen fehler zu anfang gemacht und nicht gefragt, ob es neue schueler in der klasse gibt (ich warverunsichert, weil die nichtso richtig aufenglisch mitmir reden wollten) und hatte folgedessen einen recht kraeftigen mexikanischen nicht so sehr sportlichen alten mann direkt vor meiner nase, der noch dazu anstelle in den spiegel zu schauen, immer nur zu mir rauf aufs podest gesehn hat. Fast hab ich mich ablenken lassen von seinem leidenden ausdruck und diesem flehen in den augen, die uebung doch bitte schnell vorbeigehen zu lassen. Was mir dann wiederum geholfen hat ihn zu korrigieren, denn der gute hatte scheinbar nicht so gute englischkenntnisse und so hab ich ihn mit "senor" und zeichensprache auf den richtigen weg zu bringen versucht. Ansonsten war es komisch, nicht zu wissen, wer von diesen fremden menschen englisch versteht.
Es war ganz schoen anstrengend und nach90min fuehlte sich meine stimme ganz schoen strapaziert aber damit habich gerechnet. Die stunde ging 8 min laenger als sie sollte, was ganz normal fuer die ersten stunden zu sein scheint. Es war eine ziemlich tolle erfahrung und ich kann meine naechste stunde kaum abwarten.
Tja und mexico city ist so unglaublich kalt. Tagsueber in der sonne und im windschatten ist mit pullover ok aber nachts, oh weh, heut nacht bin ichaufgewacht, weil es so weh tat die kalte luft einzuatmen. Da meine planung uerspruenglich ja war, weiter im sueden rumzureisen, besteht mein kleiderschrank nur aus kurzen roeckechen,hoeschen und flipflops, tja aber in dallas wirds wohl auch nicht waermer sein, so hab ich versucht, warme, billige sachen zu kaufen, die nicht nach 2 mal tragen verhasst sind. Ich musste mir sogar neue schuhe,muetze und schal kaufen,so kalt ist es hier. Billig war es nicht alles und ich hab keine ahnung ob ich in den naecshten monaten eine bank ueberfallen muss aber ich denke positiv und glaube an mein glueck.
Vor ein paar tagen lag ich noch unetr palmen und heute musste ich mir ueberall wheinachtdekoration anschauen,in was fuer einer welt leben wir eigentlich. Ich glaube, ich hab sowas wie ein kulturschock, ein wenig.
Ich konnte ihn aber ganz schnell ueberwinden mit einem besuch in Frida Kahlos haus, so faszinierend. Das haus in dem sie lebte, ist nun ein museum und zeigt ihr leben mit diego. Die auswahl der bilder fand ich nicht ganz so gut getroffen aber die moebel, ihre klamotten und koragen zu sehen, war toll.
Ansonsten geh ich weiterhin taeglich zum yoga und mache auch mal doubles, was mein koerper aber nicht so gern hatte, musste ich feststellen. Sofortiger schockzustand setzte ein als ich mein koerper zum zweiten mal am tag im halben mond nach rechts und links beugte. Die stunde hab ich nur mit einem versprechen, die naechsten 2 wochen erstmal keine doubles zu machen, ueberstanden.
Und morgen frueh gehts nach dallas....am montag unterrichte ich dann in dem studio, wo ich die nachsten wohl 3 monate bleibe. Der Plan ist folgender...wenn ich morgen in die usa einfliege, darf ich fuer 3 monate bleiben und da im februar die international championship in LA stattfinden und ich da ganz gern hin will, bleibe ich bis anfang februar, naja, vorausgesetzt, ich verdiene genug geld hier :) wie auch immer, spaetestens am 20 februar muss ich die staaten verlassen und ich hab ja auch ein rueckflug ticket..... und.... ich will euch ja auch alle wiedersehen. So der stand der dinge :)
Aehm,tut mir echt leid, wenn das hier manchmal schwer zu lesen ist....die tastatur prueft meine geduldfaehigkeit und es fellt mir zunehmend schwerer schnell auf deutsch zu schreiben...ich hab aber nie viel zeit, da ich immer die computer von anderen nutze. Ich habe mittlerweile alle wichtigen zahlen vergessen, wie postleitzahl, pin fuer die kreditkarte, weil ich die nicht auf english in meinem kopf gespeichert hab. Voellig verrueckt und manchmal frustrierend, denn ich hab dasgefuehl, ich behersche nicht eine sprache grad richtig.
Ich denk an euch
Ein paar Worte zum Jahresende
vor 4 Monaten

2 Kommentare:
Hi Nelly,
so kurz nur in Mexico City? - Nimm Dir Zeit für das, was Du tust, die Gelegenheit kommt vielleicht nicht so schnell wieder.
Nicoletta hat mir von Deinem Blog erzählt, und da wollt ich wenigstens mal kurz Hallo sagen.
Und auch anmerken, dass Menschen ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben, wenn sie zum Yoga kommen. Ich selber gehe hin, weil ich es nötig habe. Ich bin dabei kein "guter Schüler" und habe für mich verstanden, dass es nicht darum geht, irgend etwas besonders toll zu machen (das kann ich sowieso nicht). "Jeder auf seinem Niveau", pflegte Ferry regelmäßig zu sagen und wirklich zu meinen (und dabei doch auch immer das maximal mögliche zu fordern).
Mir hat gefallen, dass es offenbar auch Ältere gibt, die am Teacher Training teilgenommen haben. Wir sind nicht ewig jung und immerzu gesund und fit to the max. Aber gerade dann soll und kann offenbar das Yoga auch für uns da sein und uns helfen.
Du kannst Menschen (einzelnen und vielen) mit dem, was Du gelernt hast, wirklich helfen. Sie auf den Weg bringen, begleiten. Das ist wichtig, tu das. In Mexico, Dallas und andernorts.
Viele liebe Grüße aus Berlin,
Frank
Oh, ich bin mir absolut im klaren, dass ein guter schueler nicht bedeutet, dass er die uebung perfekt macht. Ich hab mich ziemlich falsch ausgedrueckt. Ich war nur ueberrascht ueber den anblick, denn ausm training ist man einfach anderes gewoehnt. Und in den ersten klassen, die man unterrichtet, ist es irgendwie wichtig leute zu haben, die die uebungen koennen. Sonst ist man ganz schoen eberfordert als anfaenger.
Danke fuers aufmerksam machen...ich hab mich wirklich bloed ausgedrueckt.
liebe gruesse
nelli
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