Sonntag, 28. September 2008

Stundenplan

6:30 Aufstehen, was kleines fruehstuecken, ein schnelles heisses Bad, auf
den Tennisbaellen rollen(Ruecken massiren), Dialog lernen
8:00 "Sing in" fuer die Yogaklasse
8:30-10.00 Yogaklasse, Schwitzen und Atmen
10:30 Salzwasserpool
11:00 Essen
11:30 Duschen, fuer die naechste Lectur vorbereiten
12:00-16:00 Lecture (Anatomie,Vortraege)
16:30 "Sign in"
17:00-18:30 Yogaklasse
19:00 event. Pool, Baden, Essen, Tennisbaelle
20:30-24:00Lecture (Bikram haellt Vortraege, einmal die Woche ein Bollywoodfilm...dann
gehts gerne auch bis bis halb 2)

Samstags gibts nur eine Yogaklasse um 8:00, Sonntag ist frei...theoretisch.
Da es nur einmal am Tag Essen gibt, gehts am Wochenende einmal zum Wallmart und die restliche Zeit wird gelernt, geskypet und gebloggt. Die Zeit verfliegt und die erste Montagmorgenklasse ist schneller da, als der Koerper sich regeneriert und der Muskelkater bekaempft ist. Aber nichts ist Schoener als die erleichterten Gesichter und die entspannte Stimmung am Freitagabend, wenn nur noch eine Lecture und eine Stunde zu geniessen sind oder das ausgiebige Fuehstuecken am Sonntag.

Morgen hab ich schon die erste Anatomiepruefung. der Anatomieunterricht ist noch schlimmer als der bei Danceworks war. Es wird nur die Oberflaeche angekratzt, man lernt wichtige Muskeln, Knochen und ein paar Sachen ueber das Herz. Man bekommt ein paar Fragen, man bekommt die Antworten und wenn man fleissig ist und zur freiwillegen Wiederholung geht, bekommt man auch indirekt die wichtigen Fragen fuer die Pruefung.
Lernen fuer eine Pruefung anstelle fuers Leben. Totaler Muell.
Soll mir dieses Wissen tatsaechlich verborgen bleiben. Hmmm, vielleicht in meiner dritten Ausbildung zum Astronauten...das mit dem Fliegen gefaellt mir irgendwie und das mit dem Universum auch :)



Die Woch 2- immrnoch Honeymoon?

Angeblich befinden wir uns immer noch in der Aufwaermphase...dafuer fuehlt sich mein Koerper aber schon ganz schoen muede an. Beziehungsweise, ich bekomme immer mehr eine genauere Vorstellung von dem, was da so kommt. Der Koerper ist muede, definitiev, aber die positieve Energie traegt mich durch den Tag.
Die Yogaklasen sind so unterschiedlich, wie sie nur sein koennen. Gehts dir vor der Klasse gut, wird es die Schlimmste deines Lebens....gehts dir vorher so richtig schlecht, kann es die Beste deines Lebens werden. Fazit: keine Erwartungen haben.
Immer oefter hoert man" best class i´ve ever had"...trotz der immer weiter steigenden Temperatur im Yogaraum, gewoehnt sich der Koerper und man lernt richtig zu arbeiten und zu atmen und dennoch ist die Belastung fuer den Koerper mit 2 Yoastunden taeglich und nicht besonders viel Schlaf gross. Wenn die naechtlichen Seminare laenger werden und der Druck des Lernens steigt, wird auch die emotionale Kraft belastet und ich sehe es schon genau vor mir...die ploetzlichen Heulatacken, die Wutausbrueche und der ganze andere innere Dreck, der rauskommt. Ich kenn es nur zu gut noch von Danceworks :)
Diese Woche gab es schon einige...lustig, wenn alle 300 da mal durch muessen.
Diese Woche traf es einen aelteren Herr, der immer ziemlich viel positieve Energie und immer ein Laecheln verbreitet hat. Die Morgenstunden wurden diese Woche von der aeltesten Yogalehererinnen beim BikramYoga gehalten, eine ca 80 jaehrigen aber sehr fitte Frau, die nicht besonders viel von unserer bisherigen Praxis haelt und uns Stunde fuer Stunde runtermacht und anschreit, die die uebungen gerne besonders lange haelt und unglaublich viel redet, soviel, dass die Morgentunden nun fast 2 Stunden lang waren. So ueberkam es den alten Herren dann ploetzlich am Mittwochmorgen, 10 Minuten nach dem geplanten Ende mit einem Wutausbruch mit Bechimpfungen und einer fastSchlaegerei. Er sprang auf und schrie "Die Klasse sollte 90 Minuten dauern, Yoga sollte nett und entspannt sein, Ihr habt alle keine Ahnung, Ihr seid alle doof".....natuerlich haben die Lehrer, die Alle hinten im Raum sind, versucht Ihn aufzuhalten und zu beruhiegen, was Ihn dann aber nur noch agressiver machte und er einen Lehrer schlagen wollte. Das alles mitten in der Yogastunde versteht sich, wir waren noch lange nicht fertg.
Das Ende der Gechichte....er hatte ein gespraech mit Bikram und nach einem weiteren Ausbruch (man nimmt an, Bikram hat Ihn noch ein wenig provoziert) wurden seine Sachen gepackt und er wurde zum Flughafen gebracht, noch bevor er eine Chance hatte sich zu verabschieden, entschuldigen und vielleicht die Wahrheit zu erzaehlen :) was er agbelich vor hatte
Naja und dann gab es ein Paar weniger spektakulaere Heulattacken...nach 3 Jahren Tanzausbildung keine Attraktion mehr.
So ist das hier im "Boot camp" Bikram Yoga.

Von Aussen alles ganz lustig, doch auch ich werde immer oefter im Inneren berruehrt. Wir hatten ein Seminar ueber die richtige Nutzung userer Stimme. Freiwillige durften auf die Buehne gehen, sich vorstellen und dann wurde Ihnen sehr direkt aber auch lustig ein Spiegel vorgehalten. Egal wer auf der Buehne stand, egal was man Ihm gesagt hatte...ich fuehlte mich fast immer auch angesprochen. Ich behaupte meine Schwaechen und Staerken ziemlich gut zu kennen aber manchmal weiss ich nicht, was davon letztenendes eigentlich meine Staerke und was meinne Schwaeche ist. Ich weiss aber, das meine Schwaechen meine Staerken sind und so endete dieses Seminar fuer mich mit einem kleinen Gefuehlschaos, indem, und das meine ich genau so wie ich es sage, der ganze emotionale Dreck hochkam, mit dem ich mich zu Hause so gerne beschaeftigte. Es sind Traenen geflossen aber da gleich die naechste Yogastunde begann, hatte ich keine Zet tiefer in diesem Dreck zu wuehlen und hab mir das fuer naechste Woche vorgenommen. Es gibt fuer diese Probleme, die ich da habe keine andere Loesung als den Verstand und ganz besonders das Ego zum Schweigen zu bringen....das fuer mich immer mehr funktionierende Mittel momentan, Atmen dann Laecheln.

Zitat der Woche: "Versuch nicht, interessant zu sein sondern versuche, interessiet zu ein"

Samstag, 27. September 2008

Bilder Woche 2

5 lieterflasche, soviel sollen wir mindestens taeglich trinken
Die lobby vor dem yogaraum

Der riesen yogaraum...wie die sardienen
"sign in" beginnt eine halbe stunde vor jeder klasse, je frueher man da ist, umso bessere plaetze bekommt man im yogaraum, d.h. unter den lueftern :) danach heisst es dann warten.Nach der klasse, raus an die frische luft, hinlegen und hoffen, dass man schnell wieder auf die beine kommt ;)
Samstag, nach der letzten klasse der zweiten woche...wochenende!!!
wenn man wieder auf die beine kommt, gehts dann gleich weiter zum salzwasserpool. Erfrischung laesst einen wieder klar denken. Noch besser, nach einer yogastunde, ins meer springen. Ist derzeit aber nicht erlaubt, da das wasser ganz dreckig ist wegen der regensaison.
Unser eiskalter lecture-raum, hier haben wir anatomie, reden werden gehalten, seminare und staendig sinnlose announcements


Fuer alle, die schmerzen im unteren ruecken haben: 15 minuten taeglich in dieser haltung und alles wird gut.

Dienstag, 23. September 2008

Woche 2...welcome to bikram yoga torture chamber

Die zweite woche beginnt mit einer ganzen anderen erfahrung als erwartet....nachts um halb eins werde ich wach und muss aufs klo, da sitze ich also da und ploetzlich wackelt das ganze hotel, nein, ich bin nicht schuld dran...ein kleines erdbeben und 2 minuten spaeter ein weiteres....wow, denke ich, jetzt hab ich doch so schnell den verstand verloren. Nein, gluecklicherweise fingen am naechsten morgen alle an, vom "earthquake" zu reden. Doch noch nicht verrueckt. Aber ganz harmlos, nicht das die familie anfaengt sich den kopf zu zerbrechen. Heute in der yogastunde war dan uebrigens noch eins....im dreieck, macht irgendwie spass :)

Die zweite woche ist irgendwie anders...ja, der Yogaraum ist heisser.
mein niedriger blutdruck macht mir morgens zu schaffen...ich lerne langsam ihn mit meiner atmung zu kontrollieren. Falls jemand einen guten tipp hat, wie ich meinem herz einen arschtritt vor der stunde verpassen kann...ausser mit kaffee...ich waere sehr dankbar.
Die schmerzen im knie und schultern sind weg, dafuer kaempft mein herz die letzten beiden tage, mal sehen, was naechste woche dran ist, vielleicht mein verstand ?

Die groessere anstrengung kann vielleicht aber auch an etwas anderem liegen...denn bikram hat etwas gesagt, das meine praxis irgendiwe veraendert hat. Er sagte " people will come in your class to change their life". Dieser satz geht mir nicht so richtig aus dem kopf....auch wenn ich kaempfe in diesen stunden, so hab ich trotzdem alles was ich im leben brauche, einen gesunden koerper, liebe, annerkennung, und so weiter....wenn bikram aber von seinen unzaehligen beispielen berichtet, von leuten, die alles verloren haben, die schlimme krankheiten haben und die dann zum yoga gehen um etwas zu aendern, dann hat man als lehrer eine ziemlich grosse verantwortung. Langsam aber sicher wird deutlich, wofuer man hier so viel geld bezahlt, wofuer man schwitzt und wofuer man gequaelt wird, wouer man so lange wach gehalten wird und was uns noch so erwartet. Die meisten menschen brauchen jemanden, der ihnen in den allerwertesten tritt, damit sie ihren schweinehund ueberwinden. Das ist die aufgabe eines lehrers. Egal wie schlimm sich diese klassen anfuehlen, am ende fuehlt man sich wie neugeboren.
Mir wird regelmaessig gesagt, dass meine augen irgendwie blauer sind als gestern. Vielleicht weil meine augen begreifen, welch ein geschenk und welche verantwortung in der zukunft auf sie wartet. Andere menschen leiden und heilen sehen...

Sonntag, 21. September 2008

abschied woche 1

es ist grad ein wenig chaotisch hier, die bildergallerie vom hotel gehoert unter die des hostels.... sorry, ich werde mich bessern.

Die zweite woche beginnt morgen und ich bin sehr gespannt was passiert, denn die heizung im yogaraum soll angeblich aufgedreht werden!!!
Mein koerper veraendeert sich, die haut bekommt farbe, die hueftknochen werden spitzer, der ganze koeper wird schmaler und mein schweiss schmeckt nicht mehr nach salz ( weil wir soviel salz ausschwitzen) , meine augen brennen nicht mehr, wenn meine stirn kopfueber mein knie beruehrt (normlerweise fliesst mir der schweiss vom ruecken in die augen und brennt wie sau), meine knie und schultern schmerzen. Ich glaube, es sind gute schmerzen, der koerper faengt an sich zu heilen.
Bald beginnt der ernst des lebens....


Zitat von bikram: "Don't go in the sun, don't blame me when you look like a beef jerky!"
aussicht vom balkon....ich stehe natuerlich nicht immer da ;)
ich lerne den dialog
das hotel, die lobby aus meinem stock fotographiert
chula vista- hier essen wir und tanken energie, rechts jodi das kentucky-girl
jodi und ich in der lobby
die sieht man auf dem weg ins chula vista

das auch, eine ganz, die versucht ein flamingo zu sein

Samstag, 20. September 2008

learning the dialog

Der dialog ist das, worum sich hier alles dreht. Wie bikram selber sagt "das beste was er je erschaffen hat". Jede kleinste bewegung, die man in einer uebung macht, ist in befehlsform, monologartig in irritierendem indisch-englisch niedergeschrieben. Er heisst dialog, weil man natuerlich, wenn man diese anweisungen macht, mit dem schueler kommuniziert.

kleiner einblick

half moon pose
ardha-chandrasana

everbody together.
feet together at the line, hels and toes touching each other.
arms over ypur head sideways, palms together.

und so weiter...

26 uebungen + 2 atmungen, jeweils fast alle eine seite lang, muessen auswendig gelernt ( wort fuer wort) und aufgesagt werden. Die erste Uebung auf der buehne vor bikram und den 300 leuten, waehrend 4 leute die uebung demonstrieren. Das aufsagen dauert jetzt schon eine woche und man muss jedem einzelnen zuhoren, is klar. Da ich das ding, streberartig, schon seit april in mich einhaemmer, bin ich gleich am zweiten tag rauf da, auf die gute alte stage. Ich stelle mich also vor, nehme einen tiefen atemzug und ratter das ding wie gewohnt runter. Ich war so nervoes, dass ich an dem tag absolut keine verdaungsprobleme hatte. ( ich bin hier so offen, ich koente mit euch einfach ueber alles reden ;) )
Bikrams erste reaktion: Wo hast du so gut englisch gelernt? Ich : deutschland. Er, laesst sich ueber sein besuch in deutschland aus und wie schrecklich die leute in deutschland englisch sprechen....dann sagt er: tank you. excellent.fantastic. no correction. next.
:)


Die erste woche wurden viele reden gehalten ueber die erfahrungen, die wir hier machen werden.
Mein fazit: man wird hier gebrochen, man wird bis zur voelligen erschoepfung getrieben, bis man nicht mehr anders kann als von allem loszulassen, was man ist oder glaubt zu sein. Ziel ist die durchlaessigkeit, zeitansatz 9 wochen...ich steh voll daruf.

zitat von bikram: I was the tallest man in tokyo"














das zimmer + ivonne aus hamburg

















das bad















die aussicht














so mein kleiner...das ist fuer dich

das ist ein hostel
es ist klein, nicht besonders sauber und es krabbeln kleine komische tiere rum (wobei es die auch im hotel geben kann.
es ist nur zum schlafen gedacht, nicht zum wohnen, luxuriosem entspannen oder aehnlichem
und das wichtigste...es ist guenstig :)
hier hab ich die ersten 2 tage in acapulco verbracht



und das ist ein hotel (ein hotel muss so nicht aussehen um ein hotel seinzukoennen)






hier geniesse ich mich grad selbst



meine mitbewohnrin ist nie nie angekommen. ich dachte immer sie ist eine von den 25 leuten,. die eine woche spaeter ankommen, weil sie ueber housten, texas fliegen und dort feststecken wegen des hurricanes "ike" aber irgndwie ist sie nie angekommen und so musste ich umziehen, ein stockwerk tiefer, sieht genau so aus, nur nicht orange sondern gruen, leider. naja.

"no hugi-hugi, no kissi-kissi, no fucki-fucki...i know you people...no fall in love here, only fall in love with yourself"

und das in lustigem "indish-accent"


also, mein kleiner süßer osteuropäischer bruder....ich hab da mal was vorbereitet....den unterschied zwischen einem hostel und einem hotel...leider musst du dich noch ein wenig gedulden, da ich immer noch schwierigkeiten hab, hier ins internet zu kommen. dazu also später mehr.

ein kleiner einblick in meine derzeitige welt:

Die erste woche stand ganz unetr dem motto "take it easy, honey!"
310 Leute in einem riesengroßen, komplett verspiegelten raum mit 70 % Luftfeuchtigkeit. 11 mattereihen in die tiefe und ca 30 mattenreihen in die breite haben platz, zusätzlich 5 reihen hinten für staff, hotelpersonal und die nicht-stehaufmännchen. die erste stunde war unglaublich, die anfangsatmung hat den ganzen raum zum vibrieren gebracht und dir restlichen 26 übungen dann die körper...sie zittern, krampfen, fallen um, werden bleich, kotzen, scheißen dünnes, dehydrieren und können sich nicht von alleine halten..ein sehr erschreckender anblick...aber man gewöhnt sich daran, nach jetzt 10 yogastunden in 6 tagen sind zitternde und krampfende körper so normal wie kaltes wetter in deutschland :)
Ich persönlich hatte eine sehr harte ertste stunde, konnte mich in der stehenden serie kaum auf den beinen halten, weil mir immer schwindelig wurde aber ich bin auf der matte geblieben, auch wenn mein gesicht die farbe einer mohnblume angenommen hatte, ohne die schwarzen punkte versteht sich, sie waren eher weiß. Ansonsten lief es sehr gut, fast zu gut im vergleich. ich glaube, ich hab einfach das glück, durch die tanzausbildung, meinen körper sehr gut zu kennen und auf ihn hören zu können. Wie auch immer......mir geht es sehr gut. ich tanze, singe und springe durch die gegend....ich höre, sehe und lerne. freue mich darauf euch ganz bald mehr davon zu erzählen, muss jetzt aber wieder den rechner frei machen :)

3 leute haben nach der ersten woche schon aufgegeben und sind abgereißt.

Hier noch ein kleines zitat von bikram

you cannot die without my permission, i will jump on your box and yell at you "lock the knee, lock the knee, lock the fuckin knee!"

Samstag, 13. September 2008

ich habe vor monaten angefangen zu organisieren, damit auch ja nichts schief geht, hab mir dann aber kurz vor der abreise wohl gedacht, lassen wir doch die wichtigsten dinge daheim, damit s noch n wenig spannend bleibt :)
geld wechseln und die reservierungsbestaetigung des hostels, damit natuerlich auch adresse und co.
Mit kerstin als "einfuehrerin" in die flughafenwelt (war ne geile nacht mit dir, baby ;)) geling mir das umsteigen in paris, trotz der unvorstellbaren groesse des flughafens , ganz gut und obwohl mir der atem stehen blieb, als wir ueber mexico city flogen, war auch dieses umsteigen, nach n paar mal fragen und ersten spanischversuchen ganz nett. euphorisiert von dem anblick der vielen palmen, verlor ich endlich wieder jegliche angst und war sehr optimistisch, dass ich ohne geld und adresse schon irgendwie ankomme.
umkreist von mexikanischen taxifahrern, die mich und 4 maedels, gleich als die "yogapeople"
identifiziert haben, fand ich mich ploetzlich in einem shuttletaxi (welches ich mit meinen letzten 10 euro bezahlen konnte...die bank am flughafen funktionierte nicht) mit spanischsprechenden amerikanern und einem nicht englischsprechenden taxifahrer auf dem weg zu meinem hostel, welches die ANDEREN taxifahrer ganz genau kannten.
wie meine abenteuerlust es so wollte, waren die anderen fahrgaeste schnell verteilt auf die riesen hotelanlagen, die es hier wie sand am meer zu geben scheint.
ich fuhr weiter....raus aus der touristischen gegend und rein ins wirkliche leben und in die dunkelheit. da stand ich ploetzlich auch schon vor einem hostel...nicht meinem hostel...shit und die reise beginnt.
er fand das kingdom einfach nicht und fragte immer nur nach "dirección" und ich immer nur "no sé"....ich wusste mir nicht anders zu helfen, als alle spanischen woerter zu sagen, die mir so einfiehlen...sie ergaben auch saetze...manchmal, sinn haben sie fuer ihn aber nicht gemacht, glaub ich.
ich wollte nur noch zurueck zum flughafen, denn ivonne, die hamburgerische mitstreiterin, sollte um 11h ankommen..es war so gegen halb acht. ich versuchte es ihm mitzuteilen, hoerte immer nur "no, es un problema" und da sah ich mich schon in meiner ersten nacht auf der strasse sitzen, doch der gute mann fragte nach und nochmal und dann nochmal und dann waren wir auch schon da.
das hostel gibt es nicht mehr, es ist jetzt eine schule...wenn man aber reserviert hat, konnte man da auch noch schlafen. Toll, wenn ich doch nur die reservierungsdinger dabei haette oder vielleicht wenigstens geld. nach einer kleinen erklaerung meinerseits ueber mein vorhaben in mexico, dem fairmont hotel und dem teacher training, hab ich dann aber doch noch ein zimmer bekommen. es fuehlt sich so an, asl ob bikrams schueler schon sehnsuechtig erwartet werden.
alles ganz doll aufregend.
es ist uebrigens heiss und super luftfeucht...ich freu mich auf die erste bikramstunde am montag abend...:)


ich trage ihn vor dem yoga, nach dem yoga und dazwischen auch...so leicht ist er .

dies ist mein baby, welches ich euch, meinen vielen spendern, zu verdanken hab :)
fuer alle, die keine ahnung habenwovon ich rede...

auf meiner ueberraschungsabschiedsparty wurde fuer ein ferrarirucksack gesammelt.
dank dieser hilfe trag ich nun ein prachtexemplar von rucksack mit mir.
das tragesystem schlingt sich um meine hueften wie ein kleines affenbaby.....jegliches packen, aus,ein,zwischen,raus ist ein kinderspiel. Er hat sich schon jetzt als absolute "wohltat" erwiesen.
Vielen dank also :)






Freitag, 5. September 2008

"Die ganze Welt ist Bühne"...Shakespeare wusste es schon damals


Ich bin kein geübter schreiberling, auch keine frau der vielen worte und vorallen, wenn ich schreibe, verwandele ich mich manchmal in Olga, die osterupäische, was euch soviel sagen soll wie....Ich mache fehler...lustige, peinlich, überraschende, schockierende, manchmal ziemlich viele...ihr düft lachen, das ist ok.
Ich habe keine lust auf rundmails, dafür aber auf fotos zeigen und euch an meinen erfahrungen des yogalehrerwerdens teilhaben lassen.

Wobei diese reise weder mit den erfahrungen des lehrerwerdens anfängt noch aufhört...



01.09.2008
Dankbarkeit und ziemlich viel Restalkohol bestimmen meinen Körper. Es ist 12h mittags und ich teile mir den Blick auf den Boxi mit einigen Pennern auf der Parkbank. Meine letzte Impfung hab ich aufgrund der kreisenden Welt nicht bekommen, so sitze ich also da, mit nach unten ziehenden Augenliedern und nach oben zeigenden Mundwinkeln.

Das klare Denken fällt mir schwer, nicht so das erinnern an einen überraschende Überrascheng, mit der ich nicht gerechnet hatte (hab ich schon erwähnt, dass sich immer noch alles dreht) und an das nun nicht mehr ganz so komisch wirkende Verhalten von einigen Mitmenschen.

Ich bin ein bisschen geflogen gestern, ein ganz anderes Fliegen als das in 11 Tagen aber ein Fliegen, vielleicht so ne Art Gleitflug. Auftrieb gab mir das Adrenalin, das durch meinen Körper schoss, als ich anstelle eines 1000Euro wertvollen Radialsystemschlüssels einen unbezahlbaren Haufen an wundervollen Menschen vorfand. Ich hab mich tragen lassen von der Energie der Taten, die mich umgaben, so ne Art zweiter Frühling...ich hab mich mal wieder verliebt....in mein Leben. DANKE :)