Woche 3 nun auch um, die zeit fliegt. Diese woche war nicht so ganz die meine. Ich meine sie war nicht schlimm aber auch nicht hervorragend. Ich wuerde sagen lauwarm. Die yogastunden kommen und gehen und entweder sie sind super heiss und ich kaempfe nur ums ueberleben oder ich stehe unter dem lueftren und bin so dankbar, dass mein puls normal ist, dass ich die frische briese so sehr geniesse, dass ich die stunde nur mit eierschaukeln verbringe. Jeden morgen wenn ich aufstehe, nehme ich mir vor "lock your knee" und wenn ich dann im "standing head to knee" stehe, denke ich," autsch". Das ist diese komische mentale schwaeche, von der ich mitte der woche schon berichtet hab.
Ein anderes phaenomen, dass mich diese woche eingeholt hat....meine charackter....wo zur hoelle ist meine persoenlickeit. Wenn ich ueber mich selber nachdenke, finde ich mich schon ganz schoen ok. Wenn ich leute neu kennenlerne, bin ich selbstbewusst, wenn ich sie naeher kennenlerne, werde ich schuechtern, wenn sie mich dann naeher kennenlerne, werde ich wieder selbstbewusst. Warum? Ich fuehle mich diese woche nicht ganz ich selbst, eine unterschwellige unsicherheit stellt sich ein....dieser verdammt zyklus. Und dann passiert es gestern abend, es klingelt in meinem kopf. Diese woche ist wieder posture clinic, uebungen aufsagen, dialog und so, ihr wisst schon, und die meisten hier sind ziemlich schlecht vorbereitet, d. h. ein unglaublicher lerndruck haengt in der luft, ueberall im hotel sieht man kleine lerngruppen, leute die apathisch in den dialog starren, leute die an ihre lautstaerke arbeiten muessen und nun in der lobby rumschreien und sonstige komische lernmetoden. Ich hab schon so lange angefangen den dialog zu lernen, dass ich schon fast alle uebungen kenne. Also hab ich es mir zur aufgabe gemacht, den leuten zu helfen, die schwierigkeiten haben. Und hier kommt mein problem, ich beschaeftige mich die ganze zeit, solange mit den anfangsuebungen, dass ich schon voellig entnerft bin (wow, lustiges wort, wenn man grad anatomie hatte), ich nehme die ganze zeit die energie der leute um mich auf, die noch so viel lernen muessen, dass ich die ganze zeit auch das gefuehl hab lernen zu muessen. Und so verbringe ich meinen freien samstagabend damit, anatomie zu lernen und die uebungen aufzusagen, die ich schon seit monaten kann. Auf dem weg in mein zimmer am samstagabend, treffe ich dann Jonathan, als er mich fragte was ich gemacht hab, erzaehe ich ihm ganz stolz von der anatomielerngruppe und er guckt mich etwas verwirrt an und fragt mich WARUM?, ich sei doch so gut vorbereitet, ich braeuchte den dialog nicht lernen und anatomie koennte ich auch am sonntag lernen und warum ich nicht mit ihm und den anderen leuten ausgegangen waere und ich frag mich, oh, ja WARUM eigentlich? Und dann wird mir klar, woher diese mentale schwaeche kommt. Ich bin gelangweillt! Ich hab soviel arbeit vor dem training geleistet, dass ich hier jetzt eigentlich alles machen koennte was ich wollte. Ausgehen, essen gehen, noch mehr leute kennenlernen und vorllem meine freie zeit geniessen, stattdessen langweile ich mich selbst und lerne...mein kopf faengt an zu rattern...
was haette ich alles tun koennen :) ich freue mich tierisch auf naechstes wochenende
kein wunder, dass ich mich selbst in der Yogastunde nicht foltern konnte, ich tat es die restliche zeit mit der langeweile....
...vor dem training, haben alle immer nur gesagt, wie anstrengend es werden wuerde aber niemand hat mir gesagt, dass ich mich langweilen koennte...
das ist voellig verrueckt....um so gluecklicher bin ich, diesem ehrlichen asiatischen australier begegnet zu sein :)
Ein paar Worte zum Jahresende
vor 4 Monaten

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